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Göteborg – Grebbestad – Koster – Risør

Bruno kommt am 18.6. mit dem Flugzeug aus Berlin und ich bin überglücklich und supr stolz mit ihm den Törn fortzusetzen. Was könnte schöner sein, als ein Vater-Sohn 500 Meilen Trip nach Norwegen ? Am nächsten Tag nehmen wir die Leihräder des Segelclubs und kaufen noch ein paar frische Sachen, dann geht’s gleich los. – Wir segeln rein in die Schären und gemütliche 30 Meilen nach Nord und lassen den Anker hinter einer Fischzucht im Möllösund fallen.

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Am morgen geht’s gleich wieder weiter und es wird einer der schöneren Segeltage meiner Erinnerung. – Wir kreuzen 52 Meilen zwischen den Schären nach Norden und legen uns dabei richtig ins Zeug. Oft haben wir nur ein paar Schiffslängen für einen Schlag und dabei bewegen sich hier noch genug andere Schiffe und es fahren Fähren, die alle Inseln hier miteinander verbinden.

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Die Schären werden immer noch schöner und sollten sie noch so einsam sein, entdeckt man da oder dort in einem Winkel wieder ein kleines (oder grösseres) Häuschen. Wir sind sehr dankbar an John der mir mit seiner SY Josin, einer sensationell ausgestatteten Ballad 30 in Göteborg begegnet ist. Er ist Norweger und segelt hier schon viele Jahre. Einige der Stops die wir machen, sind Tipps von ihm. Und allesamt wirkliche Schmuckstücke.

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In Koster wollten wir eigentlich Midsummer und Bruno’s 16. Geburtstag feiern. – Die Party fällt aber klein aus, denn die Insel hat quasi geschlossen. Nur die Wanderwege sind offen. Sonst gibt’s hier nichts. Ist auch schön. Wir kochen, Bruno bläst Abends die Kerzen aus und am nächsten Tag geht’s auch schon weiter. – Wir haben nicht allzu viel Zeit, machen quasi einen Überstellungstörn zusammen. Denn am 30.6. – also in wenigen Tagen sollten wir schon auf der W-Seite von Norwegen, in Bergen sein.

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Umsomehr freuen wir uns, dass der angekündigte, sehr leichte und umlaufende Wind in Wirklichkeit ein SW3 ist, der sich Mittags zu 4-5 Bft auswächst. Wir segeln den gesamten Tag hart am Wind, was bei 20+kn Wind mit 30 Fuss zwar nicht mehr allzu gemütlich ist, dafür sind wir aber schnell und machen vier Stunden lang immer über 7 Knoten. Um 20h sind wir in Risør, Norwegen und kochen uns ein Chili.

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Der kleine Ort mit seinen weissen Holzhäusern ist wunderschön, der Hafen hat leichten Schwell (o-Ton Dieter: “Hier werde ich kein Auge zutun !”). Wir bleiben hier auch noch einen weiteren Tag, denn der Wind aus SW bleibt und wird noch etwas stärker. Morgen sollte die Windrichrung für uns passender sein und dann geht’s weiter Richtung Süd-Norwegen.

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Sommertörn Teil 1: Stralsund – Göteborg

Nach vielen Jahren hat sich nun endlich die Gelegenheit geboten mal wieder einen etwas längeren Segeltrip zu machen. Ich habe acht Wochen Zwit und da dies einer unserer letzten Törns hier im Norden werden könnte, haben wir beschlossen zwei Ziele anzulaufen, die uns schon immer gereizt hatten: die Schären im Westen von Schweden und die Fjorde in Norwegen.

Da der Weg nach Norden etwas anstrengend werden könnte, habe ich ihn in aufgeteilt: der erste Schlag geht von Deutschland nach Göteborg und mit kommt mein alter Freund Wolfgang, der auch damals 2011 mit uns über den Atlantik kam.

Für den zweiten Teil, von Göteborg nach Bergen wird Bruno mitkommen. Wenn wir Bergen erreicht haben, werden Gui, Moana und Kilian zu uns stoßen. Viola wird später in Stavanger anreisen, von wo Bruno wieder zurück nach Berlin fliegt. Ja. Kompliziert mit so grosser crew (Familie) ;-)

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Wolfgang und ich haben Stralsund am 8.6. verlassen und starteten bei blauem Himmel und wunderbarem Wind aus südlichen Richtungen. Da die Konditionen derart gut waren, beschlossen wir durchzusegeln und den Südwind bis zum letzten auszunutzen. Irgendwo nördlich Rügen ging die Sonne unter und als Sie acht Stunden später wieder aufging, segelten wier gerade unter der Öresund Brücke durch. Der Südwind sorgte für eine angenehme, mitlaufende Stömung, die bei Helsongør ca. 1.5kn erreichte.

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Am Ende des zweiten Tages schlief der Wind dann recht unerwartet völlig ein und wir liefen in der Abenddämmerung ein kleines Fischerdorf namens Skallbroken an.

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Am nächsten Tag begegneten wir den ersten Schären und auf einigen fanden sich auch Robben beim Sonnenbaden. Ein weiterer traumhafter Segeltag endete hinter einer kleinen Schäre namens Öckerö.

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Am letzten Tag blies uns der Wind bei erneut, herrlichen Konditionen nach Göteborg, wo wir den Yachtclub GKSS am Saltholmen anliefen. Hier stieg Wolfgang aus und ich hatte eine Woche Zeit, ein paar Kleinigkeiten am Schiff zu erledigen und etwas im “homeoffice” zu arbeiten, während ich auf Bruno’s Ankunft am 18.6. wartete….

 

 

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Kurzes Update

Sechs Jahre sind vergangen, seit dem letzten Eintrag hier. – Vieles ist passiert und wird moeglicherweise auch nach und nach erzaehlt werden, doch erst einmal geht es hier wie auch frueher vor allem darum, meinen Freunden und meiner Familie mitzuteilen, wo wir uns gerade so rumtreiben und ob alles gut laeuft. Sollte jemand ausserhalb dieses Kreises noch immer hier mitlesen, dann kurz ein kleines update:

Wir sind seit 2014 wieder sesshaft in Berlin, meine Frau ist nun Lehrerin und ich habe eine Firma gegruendet, die Energieberatung und mobile Energiemessgeraete macht. Die Reiselust ist natuerlich nicht verschwunden und so sind wir die ersten Jahre mit einem alten VW-Bus durch Europa geheizt, bis wir in einem Urlaub vor ein paar Jahren Freunde in Gullholmen, Schweden besucht haben und dort wieder Lust auf Segeln bekamen. Kurz darauf (2018) haben wir den VW-Bus gegen eine kleine Compromis 720 eingetauscht.

Mit dem VW Bus in Albanien Die Schummla (in Wiek, bei Greifswald) IMGP9519 IMG_2782

Dann … haben wir uns vergroessert. – Zuerst unsere Familie, die mit Moana (geb. 2018) und Kilian (geb. 2021) nun auf wundervolle vier Kinder (und zwei Katzen) angewachsen ist.  Die Compromis wurde nun doch deutlich zu klein und so teilen wir uns seit 2020 mit einer befreundeten und benachbarten Familie eine Carter 30, Bj. 1979 und sind damit noerdlich von Deutschland unterwegs.

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Oder kurz: Ja. Wir sind noch immer LosLocos. :-)

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Artikel in der YachtRevue 03/2016

Viele Monate sind seit dem letzten Beitrag vergangen….

Na wenigstens sind wir nicht alleine. Bislang muss ich sehen, dass beinahe alle Rueckkehrer augenblicklich aufhoeren zu schreiben, sobald sie Land unter den Fuessen haben. Ich denke dafuer gibt es einige Gruende. Bei mir sind es hauptsaechlich die folgenden: Es ist einfach was voellig anderes, wenn man ueber Segelabenteuer und traumhafte Suedsee-Idylle berichten kann. Das stressige Leben in der Stadt scheint fuer Berichterstattung kaum geeignet zu sein. Des weiteren bleibt einfach keine Zeit dafuer uebrig. Wir hatten immer schon ein sehr erfuelltes Leben und seit unserer Rueckkehr hat sich das nicht geaendert. Taeglich eine Stunde zu investieren, um Freunde und ‘followers’ auf dem aktuellen Stand zu halten scheint einfach nicht lohnenswert. Und zuletzt: Die Rueckkehr ins ‘normale’ Leben war fuer mich – vor allem in psychologischer Sicht keine einfache. Das Letzte Jahr war oft sehr deprimierend und in dieser Situation etwas zu schreiben schien mir keine gute Idee. Aber 2016 scheint es gut mit uns zu meinen und meine Gedanken lichten sich. Mal sehen, was wird…

Ein bisschen Winter in Berlin - und unser neues Land-Segelschiff ;-)Unsere neue, alte Heimat - BerlinDie Kinder kommen aus Argentinien zurueckArtikel in der YachtRevue 03/2016

Zum Glueck gibt’s noch immer Segelmagazine und der oesterreichischen YachtRevue ist es zu verdanken, dass ich nun doch mal wieder mal was von mir gebe. Gefragt wurde nach ein paar Gedanken zu unserer Rueckkehr und so ist ein kleiner Artikel entstanden, der sich in der aktuellen Ausgabe 03/2016 befindet.

Ich werde mal fragen, ob ich spaeter auch den kompletten Artikel hier verlinken kann. Da aber das Magazin am Montag erst in den Handel geht, waere das zu diesem Zeitpunkt eindeutig unfair…

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Die Suvarov hat einen neuen Besitzer

Vor einigen Augenblicken haben wir die Suvarov verkauft. Unsere Reise endet also nun definitiv, waehrend eine neue beginnt. Die Suvarov wird, so wie die Plaene des neuen Besitzers klingen, vermutlich ihre Weltumsegelung beenden. Ich wuensche ihm viele wunderschoene Momente und tolle Abenteuer mit der Suvarov !

Hier noch ein Bildchen von vor einem Jahr: Die SY Kira und die SY Suvarov, gemeinsam in Port Resolution, Tanna (Vanuatu). Die Kira wurde im uebrigen Vorgestern verkauft.

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Berlin – Flensburg – Brisbane

Vor einer Woche noch haben wir uns in der Flensburger Foerde zusammen mit Freunden den Ar… abgefroren und ein paar Tage spaeter befinde ich mich zurueck in den Tropen. Mannomann. Was fuer ein Trip ! Was fuer ein chaotisches Leben, was fuer ein Abenteuer…

Frueh morgens geht's von Berlin losUnd einen Tag spaeter - frueh morgens - geht's mit der Marlin weiter...Eis am DinghyBereit zum Anlegen

Aber zuerst mal zurueck zum Anfang: Vor einer Woche hat’s nun endlich geklappt, das sich zwei Seglerfamilien, die sich schon seit laengerer Zeit via Email, Skype oder FB begegnen nun endlich auch mal im Meatspace treffen. Die Rede ist von der Crew der SY Ironlady bzw. SY Marlin. Noch bevor wir unsere Reise begannen, habe ich schon mit Begeisterung deren Blog verfolgt und es war das erstes Buch der beiden ‘Meer als ein Traum‘, das uns den Anstoss zu unserer eigenen Reise gab. So trafen wir uns am letzten Wochenende in Flensburg, um uns kennenzulernen und gemeinsam mit der SY Marlin einen kleinen Ausflug zu machen. Die Reise war anstrengend, hat sich aber voll und ganz gelohnt. Wie erwartet haben die Kinder sofort zueinander gefunden und schon nach kurzer Zeit wurde dreisprachig gequasselt, gespielt, mit dem Hund ueber die Ochseninsel gerannt, Schafstall ausgemistet oder Chaos auf dem Schiff produziert. Die Grossen genossen es, endlich mal wieder den (kalten) Wind im Gesicht zu spueren und etwas Seemansgarn loszuwerden. Leider viel zu kurz. Aber sollte hoffentlich nicht die letzte Begegnung sein.

Die wunderschoene Marlin gedockt an der OchseninselGrosse Tafel, im Salion der Marlinund am Abend wieder zurueck nach FlensburgSchoene Stadt. Haetten wir evtl. auch gewaehlt, waeren wir mit dem Schiff zurueck gekommen...

Kaum zurueck, geht’s drei Tage spaeter schon wieder auf Reise. Ziel: Brisbane, Australien. Unsere Yacht steht ja nun bereits seit einigen Monaten im Hafen aber mit dem Verkauf bzw. mit dem von uns beauftragten Broker hat das leider nicht so geklappt. So habe ich mich letzten Endes durchgerungen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nun gilt es, die Suvarov aufzupolieren und in saemtlichen Bootsboersen Australiens zu annoncieren und hoffentlich in den zwei Wochen die ich habe, einen neuen Besitzer zu finden.

Morgens in Tegel bei RegenUnd Mittags in Abu DabiMit etwas kleinen AugenUm Mitternacht dann in Brisbane

Nach 1.5 Tagen Flug empfaengt mich Brisbane um Mitternacht mit tropisch-feuchter, warmer Luft und ich springe in ein Taxi nach Redcliffe, wo sich unsere Marina befindet. Zum Glueck klappt alles wie geplant, ich finde die Magnetkarte und den Bootsschluessel und komme an Bord, ohne ueber Zaeune klettern oder schwimmen zu muessen. Heh. Am Schiff erst mal keine Uebrraschung (sehr gut !!): alles am gewohnten Platz, kein schlechter Geruch, keine kleinen Tiere. Ohne rumzufummeln finde ich im Dunkeln sofort die richtigen Lichtschalter, der Geruch erinnert mich an vergangene Abenteuer und Orte. Das Rauschen des Windgenerators an ruhige Stunden am Ankerplatz, irgendwo in der einsamen Suedsee. Die Gefuehle stuerzen nur so ueber mich herein. Trotz der anstrengenden Reise ist an Schlaf nicht zu denken. Ich suche in den Schapps und finde einen alten Flachmann mit Whiskey, setze mich an meinen Lieblingsort am Bug und erblicke das Sternzeichen Skorpion…

am Strand in RedcliffeUnd zusammen mit unserem alten Zuhause, der Suvarov.

Irgendwann fallen mir dann doch die Augen zu, ich schlafe ein und habe verrueckte Traeume. Mittags reisst mich ein tropisch-intensiver Regenschauer aus dem Bett und laesst mich durch’s Schiff schiessen laesst, um alle Luken und Fenster zu schliessen. Nun bei Tageslicht betrachtet, finde ich ein paar kleine Roststellen an Deck und einen geplatzten Fender. Ansonsten kann ich keine Defekte oder Maengel feststellen. Nach einer kleinen Einkaufstour, um mal Fruehstueck und ein paar Basics zu besorgen, mache ich den Motor an, welcher auch augenblicklich startet – als waere es Gestern gewesen, dass wir in Redcliffe einliefen. Kurzum: Ich bin begeistert, wie die Suvarov das halbe Jahr ohne uns ueberstanden hat und hoffe, das sieht auch der zukuenftige Besitzer so. Morgen hab ich hoffentlich den Jetlag halbwegs ueberwunden und dann geht’s an die Arbeit.

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Das Leben kehrt zurueck

Ein halbes Jahr ist vergangen ohne einem einzigen Eintrag auf unserer Website. So war das nicht geplant. Nein im Gegenteil – gerade die Rueckkehr wollte ich genauso dokumentieren wie auch unsere Reise. Oft habe ich mich gefragt, warum die Blogs anderer Segler so ploetzlich enden, wenn Sie an Land zurueckkehren ? Die Antwort ist einfach: Das Leben an Land laesst einem kaum Zeit fuer solcherart ‘Freizeitvergnuegen’ und es passiert zu viel, das Leben ist zu hektisch und letzten Endes auch oft zu deprimierend, als dass man all dies oeffentlich dokumentieren moechte.

Fruehlingserwachen unter den HainbuchenDer erste bunte Farbklecks im winterlichen Grau

Die Frage, die wir in den vergangenen Monaten am haeufigsten hoerten ist: ‘Und, habt ihr euch schon wieder eingelebt ?’ Diese Frage wird glaube ich gestellt, ohne viel darueber nachzudenken, was nun als Antwort kommen koennte. Genauso wie auf die Frage ‘Wie geht’s ?’ erwartet man ohne grosse Umschweife ein ‘Ja, gut.’ und moechte nicht mit einem Vortrag ueber die Vor- und Nachteile von Lebensweisen und was einem eigentlich im Leben wichtig ist beantwortet bekommen. So koennte ich nun schreiben: ‘Ja, wir haben uns eingelebt.’ Nun seid ihr alle schlauer, was ?

Oder soll ich lieber doch ein wenig in die Tiefe gehen und mal erzaehlen, was in den letzten Monaten so los war ? Ja ? Gut.

Also das Ankommen nach drei Jahren Leben auf dem Schiff war schoen. Die alten Freunde in die Arme zu nehmen, die vertraute Umgebung, Familie, die Freunde der Kinder. All dies wunderbare Sachen. Doch haben wir von segelnden Freunden schon vorher erfahren, dass der eigentliche Aufprall erst nach Wochen kommt und der ist hart. Genauso war es auch bei uns.

Am meisten vermisse ich aber die tiefen, langen Gespraeche mit unseren segelnden Freunden. Hier an Land haben die meisten Menschen keine Zeit oder haben einfach Angst, mal ein wenig tiefer einzudringen. So bleiben Konversationen meist recht nah an der Oberflaeche, was mich langweilt und frustriert. Vor allem aber die Tatsache, dass man sich damit wohl frueher oder spaeter abfindet und diese Situation wieder als ‘normal’ akzeptiert. Das tut weh.

Die Kinder waren schnell in der neuen Schule integriert, Viola hatte keinerlei Probleme in der ersten Klasse und findet sich mit ihren Leistungen in den oberen 10%, was uns keineswegs ueberraschte. Bruno hingegen hatte es schon etwas schwerer, in der dritten Stufe aufgenommen zu werden und vor allem beim Lesen und Schreiben war er doch deutlich langsamer als der Durchschnitt. Auch das ueberraschte uns nicht, hatten wir doch Bordschule immer auf Spanisch und Deutsch gemacht, nun aber war der Unterricht ploetzlich auf Englisch. Aber nach ein paar Monaten hatte auch er sich zurechtgefunden, befindet sich nun im unteren Mittelfeld und seine Lehrer sind sich sicher, dass er bis zum Jahresende im oberhalb des Durchschnittes zu finden sein wird. Hier muessen wir uns also keine Sorgen machen (auch wenn uns die Schulsituation vor unserer Rueckkehr sicher die meisten Gedanken machte). Die Kinder haben viele Freunde, schlafen regelmaessig auswaerts und laden andere Kinder zu uns ein. Kurzum alles gut.

IMGP3295Und die erste Biene macht sich ans Werk

Wie geht’s also den Grossen ? Nun, wir haben ein wenig mehr zu kaempfen. Da ist zu allererst natuerlich das Organisatorische (Wohnung, Versicherung, Schule, Steuer, Beruf) – doch das war relativ schnell gelost. Schwieriger war fuer mich die Tatsache, dass sich gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch waehrend unserer Abwesenheit nichts gebessert hatte. Im Gegenteil denke ich, dass Europa mit seiner furchtbaren, aber selbst gewaehlten Abhaengigkeit von den USA immer tiefer in die Rezession schlittern wird. Und unsere ‘Helfer’ von IWF, EZB und der Europaeischen Kommission machen alles, um die Situation eskalieren zu lassen, die Reichen reicher zu machen und den Grossteil der Bevoelkerungen der betroffenen Staaten (Spanien, Portugal, Griechenland) in die Armut zu treiben. Die Veroeffentlichungen zu den NSA Skandalen sind kein Thema, der ‘Untersuchungsausschuss’ wurde nach der ersten, versuchten Anhoerung aufgelassen, Business muss weitergehen. Business ist wichtig. Vollgas Richtung Abrgund ! Auch wenn’s auf Kosten der Bevoelkerung geht. Ich finde diese Entwicklungen brisant um es gelinde auszudruecken und es bedrueckt mich sehr, wenn ich in die Zukunft schaue. Hier kommt aber auch einer der wichtigsten Aspekte unserer Reise ins Spiel: Selbst wenn ich mir noch so finstere Zukunftszenarien ausdenke, ich habe immer noch die Gewissheit, das ein anderes Leben moeglich ist. Und dass WIR dieses andere Leben auch fuehren koennen – schliesslich haben wir das ja auch mehrere Jahre so gemacht. Aber es gibt kleine Keime der Hoffnung. Sie heissen Podemos oder Tsipras und zeigen, dass man die Hoffnung auf eine bessere Zukunft noch nicht begraben sollte.

Jetzt bin ich voellig ins Politische abgeschweift. Aber gut, das ist nun mal ein wichtiges Thema das uns alle und unsere Zukunft bestimmt. Was machen wir also nun so ? Gui arbeitet weiter fleissig an ihrem Modelabel Coquito und war nach Weihnachten ein Monat in Argentinien um ihre neue Kollektion zu entwerfen. Nebenbei arbeitet sie drei bis vier Tage die Woche in einem kleinen franzoesischen Lokal. Ich habe nach unserer Rueckkehr bei meiner alten Firma einen Job angeboten bekommen. Wieder am Schreibtisch, statt mit dem Schraubenschluessel im Motorraum ist nicht unbedingt besser, aber bringt mehr Geld. Und dieser Job sichert uns das Ueberleben. Dennoch moechte ich lieber wieder etwas eigenes machen und so bin ich zur Zeit mit einer Kollegin dabei, eine neue Firma zu gruenden. Eine genauere Vorstellung wird es sicher demnaechst hier geben, aber ein wenig kann ich ja schon berichten. Wir helfen kleinen Unternehmen, Energie zu sparen und werden spaeter mit einem kleinen Produkt wohl auch in den Endkundenmarkt einsteigen. Das macht richtig Spass, beinhaltet Elektronik, Elektrik, verschiedene Arten der Programmierung und natuerlich auch Kundenkontakte vor Ort. Eine tolle Sache. Und das beste daran ist, dass wir mit unserer Arbeit helfen Energie zu sparen und so unsere Lebensweise zumindest ein kleines Stueckchen verbessern.

Gleichzeitig bedeutet das natuerlich auch, dass wir beide meist sechs Tage die Woche arbeiten, waehrend unsere Kinder ihre Zeit in einer Ganztagsschule verbringen. Wir sehen uns nur kurz am Abend, waehrend alle meist totmuede sind. Die Wochenenden arbeiten wir abwechselnd, so dass kaum Zeit bleibt mal irgendwelche Aktivitaeten als Familie zu unternehmen. Es war uns klar, dass die Rueckkehr in die ‘Zivilisation’ nicht einfach sein wuerde, doch so hart hatten wir es uns auch nicht vorgestellt. Dennoch, der Fruehling ist im Anmarsch und langsam aber sicher fuegt sich eines zum anderen und wir blicken wieder optimistischer in die Zukunft.

Viele Freunde fragen auch immer wieder, ob ich nicht ein Buch ueber unsere Reise schreiben moechte ? Ja. Das will ich. Nur habe ich dafuer bislang einfach wirklich keine Zeit gefunden und mit zwei Jobs und all den Alltagsproblemen auch nicht den Kopf, mich wirklich reinzudenken. Aber ich bin mir sicher, sobald sich die Situation weiter beruhigt, setze ich mich auch zuhause wieder oefter vor den Rechner und dann wird das vermutlich recht schnell passieren. Die Ideen sind schon alle im Kopf und das schon seit laengerer Zeit. Gebt also die Hoffnung an dieser Stelle nicht auf.

Der beste Teil ist, dass wir in zwei Wochen mal wieder segeln gehen werden ! Zwar nicht in den Tropen, aber eine kleine Runde mit Freunden in Flensburg wird uns sicher auch sehr gut tun. Tja und die Tropen ruecken auch irgendwie naeher, denn ich werde Ende Maerz nach Australien fliegen muessen, um mich mal um die Suvarov zu kuemmern. Es gibt zwei Kaufinteressenten und das Schiff muss mal wieder ein wenig gepflegt und bewegt werden. Drueckt uns die Daumen, dass sich vielleicht auch ein Kaeufer entscheidet. Das wuerde uns den Fruehlingsanfang wirklich versuessen !

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Letzter Landfall

Tut mir echt leid, dass wir so lange nichts von uns hoeren haben lassen. Aber es war einfach zu hektisch, diese letzten Wochen und da blieb keine Zeit fuer Blogposts – saemtliche Kommunikation war auf das Wichtigste beschraenkt…

Aber hier sind wir wieder. Zurueck in Berlin, die Stadt die wir mit der Rancho Relaxo of the Seas vor gut drei Jahren verlassen haben.
Waehrend der letzten Wochen sind wir insgesamt sechs mal (!!) mit Sack und Pack uebersiedelt, von Wohnung zu Wohnung und mehrmals zwischen Oesterreich und Deutschland hin- und hergependelt. Um diesen Wahnsinn noch ein wenig zu intensivieren flog Gui mal kurz nach Kolumbien, wo sie ihre erste Modeschau mit ihrem Kindermodelabel ‘Coquito‘ hatte. Davor war sie auch noch kurz in Paris, um sich auf der ‘Playtime‘ umzusehen – eine der wichtigsten Messen fuer Kinderklamotten, auf der im naechsten Jahr dann eben auch ihre Schoepfungen zu bewundern sein werden.

The models getting prepared.Little beauties in gorgeous dresses...Fashion show in tropical climate. Nice.Gui and her models.

In der Zwischenzeit hab ich hart daran gearbeitet. wieder zurueck zwischen die Zahnraeder der ‘Maschine’ zu kommen. Uns also beim Meldeamt zu melden, Versicherung organisieren, die Schule besuchen und alles finalisieren, Freunde treffen, einen Job finden, die wichtigsten Moebel besorgen, rausfinden, warum unsere Sachen aus Brisbane noch immer nicht angekommen sind, und und und…..  Glaubt mir: das Leben in der Suedsee war deutlich entspannter !

In beautiful AustriaAnd back in BerlinStreet artFirst day of school !

Andererseits ist die Rueckkehr nach Berlin sehr viel schmerzfreier, als ich mir nach meinem Kurzbesuch im vorigen Jahr vorgestellt hatte. Damals war ich doch ziemlich krass geschockt von der sogenannten ‘westlichen Zivilisation’. Diesmal, mit einigem Vorlauf und entsprechener Vorfreude ausgestattet geniessen wir es geradezu. Alles ist so einfach. Und so schnell. Internet, Smartphone, fliessendes Wasser, riesen Kuehlschrank, Laeden, die um die Tuer sind – anstatt eine Stunde Dinghyfahrt entfernt. Wir sind trotz der Aufregung eigentlich alle recht entspannt und geniessen die Tage in unserer alten Wahlheimat.

Leaving the house early in the morning, excited and happyMy beautiful girls on the way to schoolThe welcoming of the first graders takes place in the historic cinema 'Babylon'.Every single new scholar is greeted by his teacher

Dennoch gucke ich jedesmal zum Himmel hoch, wenn ich die Blaetter im Wind rascheln hoere und suche nach Anzeichen von schlechtem Wetter. Wir wissen nicht so recht, was wir mit all dem Platz in unserer Wohnung anfangen sollen und meine gesamten Klamotten passen noch immer in einen ‘Schrank’ der wohl nichtmal als Nachtkaestchen qualifizieren wuerde. Wir geniessen es, endlich viel Zeit mit unseren Freunden zu verbringen und interessante Menschen kennenzulernen. Bruno hat letzte Woche die Schule gestartet und obwohl es ziemlich hart ist, in der dritten Klasse anzufangen und das auch noch auf Englisch, kommt er sehr gut damit zurecht. Viola hatte am Samstag Einschulung und kann es kaum erwarten, dass es nun am Montag endlich los geht.

The class 1cIn school...Playtime !Brain jogging

Also werden wir am Montag zu dritt frueh morgens auf die Strasse stolpern und nachdem ich die Kinder in ihrer Schule abgeliefert habe, laufe ich den alten, bekannten Weg zu meiner ‘Fabrik’ wo ich die naechsten Monate meine Arbeitszeit wieder am Schreibtisch verbringen werde. Lustigerseise hatte ich ganz kurzfristig ein echt verlockendes Arbeitsangebot erhalten: eine Yacht von der Tuerkei nach Frankreich zu ueberstellen. Und ich haette es echt so gerne gemacht, aber mit all dem Troubel um uns rum fuehlte es sich einfach falsch an, meine Familie hier fuer mehrere Wochen im Chaos zu lassen. Aber vielleicht wird’s ja im Fruehling was, wer weiss ? Angebote sind auf jeden Fall immer willkommen !

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Datensicherung in die falsche Richtung

Die LosLocos sind nun nach Wochen des Herumirrens endlich wieder in ihrer Wahlheimat Berlin angekommen und der Skipper, mangels Schiffsreparaturen kuemmert sich endlich mal wieder um den loslocos Server. Doch was passiert ? Warum laeuft denn die Sicherung unserer geliebten Daten so derart schnell ?  Wie – “geloescht” ? Ich wollte doch… Eigentlich sollte ich … aeh. Tja.

Alles weg !! Drei Jahre Fotos und Videos innerhalb weniger Sekunden ratzfatz vom Server geblasen. Das schafft auch nicht jeder. Da braucht man schon eine schnelle Internet-Leitung und die richtigen Programme. Heh.

Flaggenparade im GartenBauzaun Discount !! Jetzt !!!

Da ich ja nicht so gaaanz ein EDV-Neuling bin, stocher’ ich erst mal in unseren Sicherungskopien rum, um dort nach dem Geloeschten zu suchen. Doch Fehlanzeige ! Gerade eben dieser EINE Ordner, der nun so wichtig waere ist – warum auch immer – nicht in der Sicherung enthalten.Es bleibt also nur die Option, alles muehevoll zu restaurieren. Bis Mitte 2012 ist dies schnell geschehen, denn damals in Moorea hab ich mir dank J.C.’s exzellenter Internet-Verbindung mal eine lokale Sicherung gezogen. Der Rest muss aus einem PDF-Export, der in Brisbane gemacht wurde, wieder extrahiert werden. Und die allerletzten Postings, na die kann ich ja manuell wiederherstellen.

Zwei Tage spaeter ist unsere Website wieder mit allen Bildern online. Und nun wird’s auch endlich Zeit, ein dringend benoetigtes update zu schreiben. Denn in den letzten paar Wochen hat sich doch einiges zugetragen.

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Ueberraschungsparty und… endlich mal wieder segeln.

Ich liebe das… wenn alle sich verschwoeren und hinter meinem Ruecken kichern und ich bekomm’ nichts mit, lauf’ ohne irgendwelche schraegen Gedanken bei meinem Bruder in den Garten und TRÖÖÖÖÖÖÖT, TADAAAA !!! Da stehen und sie alle… Freunde von nah und von weiter weg, alleine oder mit kompletter Familie. Es beginnt heftiges Druecken, haeufiges Prosten und mir drueckt’s die Traenen in die Augen. Da fleuchte ich mal kurz ins’ Baumhaus.

Grosse Tafel mit vielen alten Freunden (und vielen neuen Kindern)Die LosLocos fluechten sich mal kurz in luftige HoehenBruno darf Wirt spielenLagerfeuer. Mal nicht mit getrockneten Kokosnuessen, sondern mit Buchenholz.

Gefeiert wird bis spaet in die Nacht. Und Geschichten erzaehlt und gestaunt, wie riesig inzwischen saemtliche Kinder wurden und wieder neue Geschichten…. Einfach traumhaft.

Ouuh yeah ! Racing !Absoluter traum SegeltagMal nicht Skipper spielen. Auch schoen.7.7kn. Am Wind, bei 3 Bft. Ohne Anstrengung.

Und damit ich nicht irgendwie abstinent werde oder gar sentimental holt mich dann Guenther ab und ich darf endlich mal mit einem ‘gscheiten’ Schiff segeln. Zum drauf leben waer’s ein bisschen eng auf der Platu 25. Aber endlich mal nicht der langsamste im Feld zu sein, sondern im Gegenteil im Prinzip beinahe alle anderen Segler stehen zu lassen, das macht schon Spass. Nur Roland und Christine zeigen uns die Grenzen auf, als sie mit dem Tornado und vermutlich Knoten mehr als wie vor uns vorbeiziehen.

Die Kulisse ist auch ganz gut.Viel Verkehr hier. Vorrangregeln habe ich in den letzten 3 Jahren vergessen..... Zum Glueck bin nicht ich am Steuer. ;-)DA ist der Wirtn !Kurzes Erfrischungsgetraenk zwischendurch...

Ja. Binnensegeln ist auch was feines. Bei strahlendem Wetter, tuerkisgruenem, glasklaren und trinkbarem Seewasser. Keine Salzkruste an Deck, keine Dusche nach dem Baden und eine schwimmende Bar gibt’s auch noch. Wir sammeln unterwegs noch ein paar Freunde an verschiedenen Badeplaetzen ein und segeln an’s andere Ufer auf einen ‘Sommerspritzer’. Mmmmh. Salzkammergut. Salzkammersehrgut !!

Klassisch....und modernSportlich unterwegs...und Vollgas !

 

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Heimkehr ins Knoedelland

Nach eineinhalb Tagen im Flugzeug und unendlichen, sinnlosen ‘Sicherheitskontrollen’ erreichen wir endlich Muenchen. Meine Eltern erwarten uns am Flughafen, wir befuellen das Auto mit unserem endlosen Gepaeck und duesen nach Oesterreich. Hier erwartet uns schon meine Schwester mit lecker Essen und vielen Semmelknoedeln ! Mmmmh.

Arrived in Munich after 36 hours of flightThe family back togetherIn the car, on the way to Austriaand arriving at my parent's house

Waehrend die Grossen etwas mit dem Jetlag kaempfen, haben die Kindern endlos Spass mit ihren Cousins und ihren neuen Fahrraedern. Heute geht’s zur Oma, wo uns eine andere oesterreichische Spezialitaet erwartet: Marillenknoedel ! Hehehe. Spaeter mehr…

First thing in the morning: getting fresh berries from the gardenAnd the kids get long awaited bicycles !Viola forgot how to ride a bike...but we're getting there.

 

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Check-in

Wir haben’s geschafft ! Die Suvarov haben wir sauber, sicher und gut geparkt in der Marina gelassen. Wir haben ein Kombi-Taxi bis unter’s Dach mit unseren Taschen gefuellt, sind puenktlich zum Flughafen und dann hmmm dann hiess es erst mal stopp. Obwohl wir das Gewicht unserer insgesamt zehn Gepaeckstuecke mehrmals gemessen haben, muss uns wohl irgendwo ein kleiner Fehler unterlaufen sein, denn wir waren doch ein wenig ueber’m Limit (von 30kg pro Person). Aber wir haben das Gewicht nochmal geschickt neu verteilt und ein paar alte, argentinische Tricks angewandt und dann konnten wir doch irgendwie sechs Gepaeckstuecke abgeben.

The Suvarov in her berth at the Scarborough marinaMoving outWhat an enormeous amount of luggage !Arriving at the airport

Nun haben wir ‘nur’ nuch unsere vier etwas grossen aber gerade noch legalen Handgepaeckstuecke und warten auf den Flieger. Pfuh !!! Wieder einen Schritt weiter. Noch immer schnallen wir alle noch nicht so recht, was hier eigentlich passiert und laufen mit unseren Fuessen und Koepfen irgendwo in den Wolken so rum. Aber es wird dann wohl ueber die naechsten Tage dann langsam einsickern… In 90 minuten sind wir dann jedenfalls in der Luft ueber Brisbane und auf dem Weg nach Bangkok. Yay !!

Yeh. The LosLocos like it internationalA bit scary to arrive with that at the check-in counter.Queuing. Something new for us.Not our plane. But we like the name. (for Ma)

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Die letzte Seereise

Es ist soweit. Der Tag der letzten Seereise beginnt also nun doch…. Am morgen kommen John und Nia von der SY Zeitgeist und helfen uns, die Mooringleinen zu entfernen und dann verlassen wir die wunderbare, kleine Anchorage vor’m Botanischen Garten. Der Zeitpunkt der Abreise ist genau bestimmt, denn wir wollen die auslaufende Tide fuer die 12nm Fahrt bis zur Flussmuendung nutzen.

Chillin' in the parkThe botanical garden - our garden for three weeks.Bruno at the playgroundViola in action

Also geht’s um 10:45h los, Hochwasser ist um 11:20h. Wir tuckern durch Brisbane und geniessen den strahlend blauen, aber dennoch kalten Wintertag. Um kurz nach Zwoelf bunkern wir noch schnell ein wenig Diesel an der Rivergate Marina und kurz darauf sind wir wieder auf See, in der Moreton Bay. Perfektes Segelwetter, keine Wolke am Himmel und stabile 25-30 Knoten aus WSW sorgen fuer ordentlich Fahrt. Anfangs hatten wir noch Bedenken, ob wir ueberhaupt noch bei Tageslicht ankommen wuerden, doch mit 7-7.5kn Fahrt erreichen wir Redcliffe bereits um kurz nach Drei. Ein rasanter und schoener letzter Segeltrip !

An Iguana in the middle of the cityNot afraid at all (both Gui and the Iguana)Shopping crazyness at Woolworth'sKangaroo meat (nice !)

In der Marina wird’s dann etwas chaotisch. Uns wird ein viel zu enger Platz in der hintersten Ecke zugewiesen und es braucht einige helfende Haende und lange Festmacher ueber Winschen, um die 15t Suvarov bei 27kn Wind an ihren Platz zu buechsieren.

Going to town with my beautiful ladySkyscrapers in BrisbaneIn the public libraryLast day at the moorings in the city

Nun hat die Suvarov also ihren letzten Hafen erreicht, steht in der Scarborough Marina an Jetty E1 und wartet auf den naechsten Eigner, der sie dann wieder in den Pazifik raussegelt.  Die LosLocos sind emotional etwas durchgeschuettelt. Zu viel war los die letzten Tage, zu viele Taschen gepackt, der Abschied von drei Jahren Leben auf See steht bevor… Morgen werden wir nochmal das Schiff gruendlich waschen und schrubben und am Mittwoch um 14h steigen wir dann in den Flieger nach Bangkok, dann weiter nach Istanbul und letzten Endes nach Muechen. Yay !

Fast sailing in the Moreton Bayleaving Brisbane behindReally nice, really fast sailingRedcliffe, the final destination of the Suvarov

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Brunos dritter Geburtstag auf See und wir starten den Umzug

Als wir vor ueber drei Jahren in Berlin zu unserer Reise gestartet sind, war Bruno noch zarte vier Jahre. Sein erster Geburtstag auf See wurde in Glowe, auf Ruegen gefeiert. Gemeinsam mit seinem besten Freund Victor. Nun feiern wir seinen achten Purzeltag in Brisbane, es ist Winter und doch laufen wir barfuss im Park rum und nuetzen die gratis Griller, die die Stadtverwaltung hier aufgestellt hat.

Birthday cake with lots of berriesIn the parkExcitement !The gang

Zusammen mit unseren Nachbarn und deren Kindern veranstalten wir ein ordentliches Gelage und erst wenn wir uns vor lauter Essen kaum noch bewegen koennen, starten wir zurueck Richtung botanischen Garten. Aber es geht weiter, ab in die City wo die Spielautomaten und jede Menge Tokens auf die Kinder warten. Eine Stunde wird gezockt und geballert, dann geht’s in’s 3D-Kino, um den Tag einen eindrucksvollen Abschluss zu geben. Dank der Uebermenge an Zucker sind die Kinder noch immer voller tatendrang und niemand muss getragen werden als es spaeter im Dunkeln wieder zum Schiff geht.

at the gamesAnd Pacman also still exists !Moving our householdFirst of three dinghy runs

Unser Schiff wird auch langsam leer. Neun Kisten haben wir gepackt und sind nun auch schon unterwegs richrung Europa. D.h. alle Buecher, einige Kuechenutensilien, Gui’s unendliche Stoff-Vorraete fuer Coquito und die meisten Spielsachen sind von Bord. Was bleibt wandert in zwei Wochen dann in die Reisetaschen. Immerhin haben wir zu viert 120kg Gepaeck und nochmal 32kg Handgepaeck zur Verfuegung. Das duerfte fuer den restlichen Hausstand reichen.

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Die ersten Tage in Brisbane

Die ersten Tage waren kalt. Seeeehr kalt ! Wir hatten unsere warmen Sachen nach der Ueberquerung der Biskaya im August 2011 weggepackt. Knapp drei Jahre spaeter stellen wir nun das Schiff auf den Kopf, um all die begehrten Kleidungsstuecke wiederzufinden. Und tatsaechlich finden sich Hosen mit langen Beinen, ganz komische T-Shirts mit langen Aermeln aus Wolle (??) und so bunte, schlauchartige Sachen, die man ueber die Fuesse stuelpen kann…. Die Kinder finden das alles unglaublich lustig waehrend der Skipper die beim Anziehen aufkommenden Erinnerungen an grau-kalte Wintertage am liebsten verdraengen moechte.

The warm clothes come out after three years...Prepared for the coldAfter shopping at the 'big W'A little green in the city centre

Derart eingepackt in unsere ‘Wintersachen’ ziehen wir los in die Stadt, um noch mehr Isolation gegen die Kaelte zu erstehen. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Schuhe fuer die Kinder. Nach einer Stunde sind wir dann endlich alle korrekt ausgeruestet und nun koennen uns die Temperaturen in Brisbane nichts mehr anhaben, waehrend wir das tolle, unglaublich neu wirkende Stadtzentrum und die schoenen Parks erkunden.

The Suvarov moored at the botanical gardenBruno and Viola having fun in the parkYeah, that's really an AC/DC pinball machine !Winter bloom

Wir moegen diese Stadt. Nicht, dass wir sie einer tropischen Insel vorziehen wuerden, doch das Leben hier ist mal auf eine andere Art einfach: man bekommt Lebensmittel in hoher Qualitaet an jeder Ecke. Ohne erst Stundenlang zu trampen oder ewig mit dem Dinghy rumzupaddeln. Der Nachteil: waehrend wir auf See neun Tage benoetigten, um eine kleine Muelltuete zu fuellen, schaffen wir das hier locker in einem Tag. Willkommen zurueck in der westlichen Konsum-Welt !

Ella's pink ladyOcean going rowing boatThe tiniest ocean going vessel - for the *really* crazy ones !A vewi upriver from the footbridge at the botanical garden

Was wir sonst so treiben… Wir versuchen den Transport unserer Sachen zu organisieren, raeumen das Boot auf  und um, sprechen mit unserer Agentin, die den Import und Verkauf organisiert, haben Spass mit John un Nia von der SY Zeitgeist und verbringen endlose Stunden im Internet – mit der schnellsten Verbindung, die wir seit Jahren hatten !

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Noch ein paar Daten und Fakten zum letzten Toern

Und gleich noch ein Beitrag. Diesmal fuer die Segler. Hier geht’s nur um Zahlen und die nenne ich diesmal gerne, denn es war der mit Abstand schnellste Trip unserer Reise.

Crossing the Landsdowne BankApproaching Brisbane (the distance from the lighthouse to the river entrance is about 40nm)Tacking, tacking, tacking. Against 25knots. *rrr*And under engine up the river - at night.

Also, los geht’s: Von Tanna, um Neu Kaledonien rum nach Brisbane sind wir insgesamt 1238nm gesegelt und dafuer haben wir 219 Stunden benoetigt. Das gibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fantastischen 5.70 knoten ! Spitzengeschwindigkeit (als uns eine Welle anschob) waren 9,9kn. Und unsere Etmale betrugen: 141, 144, 150, 126, 136, 142, 125, 130 und 123nm.

Lovely ripple cloudsA tanker passingInto the wind. Always into the wind...3rd reef

Der Wind kam im Durchschnitt aus SuedOst mit einer Staerke von 5 Beaufort. Unser Minimum war eine Staerke 2 aus Sued und das Maximum stolze 9 Beaufort aus Sued (42 Knoten laut Anzeige). Niemals zuvor haben wir auch nur annaehernd so viele Schiffe auf hoher see getroffen: zwei Fischtrawler, zwei Tanker und ein Kreuzfahrtsschiff. Waewhrend der Ansteuerung nach Brisbane nochmal sechs Schiffe. Den Fluss rauf war dann natuerlich eine ganz andere Geschichte. Wir haben die letzten Jahre ausschliesslich auf Tropeninseln verbracht und keine echte Stadt gesehen. Nun fahren wir ploetzlich einen Fluss hoch mit Speed-Faehren, die von links und rechts kommen, jede Menge Schiffe, die ueberall verstreut ankern, Bojen, Moorings, Stege, starke Stroemung… Dunkelheit und grelle Lichter der Stadt…. Die Augen und der Skipper, der die letzten 48 Stunden nicht geschlafen hat, sind etwas ueberfordert. Doch alles laeuft gut, wir finden einen guten Ankerplatz und schlafen den seligen Schlaf der Segler, die nach einem rauhem Toern sicheren Hafen erreicht haben.

Oh. Und ich hab noch ein kleines Video. Etwas wenig action – aber Segler finden es moeglicherweise interessant…

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Von Vanuatu nach Australien – die Fotos

Und hier die fehlenden Bilder vom letzten Toern Vanuatu -> Australien. Viel Spass !

We leave Tanna and wave good-bye to our friends on the SY Kira...past that beautiful beach we've been hanging out a few times...And around the corner where the wind picks upSailing on the wind for many days...

The first sunrise out on sea - and one of the last ones for us.And again: beating against the windUntil everything is encrusted in a layer of salt.The capitana on the wheel during a gust

The cirrus uncius clouds predict more wind !And the wind comes......with frequent squalls...But the kids still have a lot of fun. Heh.

Storm petrels are the other species out here having fun with 40knots of wind.I watch them for hours gliding 30cm above the waves.Finally we aproach the entrance to Brisbane.For the first time since the North Sea (!!) we're wearing the foul weather gear.

Right in the harbour entrance a big freighter wants to overtake.Wow ! A real harbour !...and a real city !!A lot of industry down at the river entrance

But we continue up the river towards the city.Entering Brisbane at nightfallIMPRESSIVE  - especially after two years spent only on tropical islands.A different view in the morning (from the kitchen window)

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Und noch ein paar Fotos aus Tanna / Vanuatu

Die Bilder wollte ich euch nicht vorenthalten, vor allem weil das Foto Viola und Papagei eines meiner liebsten der letzten Jahre ist. Text steht wie immer im Bild. Also: viel Spass !

Unser Ankerplatz in Port Resolution - 250 Jahre nach James CookDer 'Yacht Club'Zwei Holz-Statuen am Eingang zum DorfEin Teil des kleinen Dorfes

Ein neues Haus wird gebaut...100% Naturmaterialien, 100% recycling-faehigKosten: 0$ (alles waechst in der Umgebung), Dauer bis Fertigstellung: ca. 1 WocheFussball am Fusse des Vulkans

Riesiger Bayan Tree - wer versteckt sich da ?Haensel und Gretel ?Die Dorfschule wurde beschenkt mit zwei grossen Tueten Material aus dem Bauch der SuvarovClaus, Bruno und eine Backpackerin - unterwegs Richtung Yasur

Ein Arbeiter kommt uns aus dem Wald entgegenUnd hat einen bunten, zahmen Papagei mit dabeiDer fluestert Viola irgendwas charmantes ins OhrDie kleine Piratenbraut macht ganz auf lieb

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Vulkanische Aktivitaeten

Gestern war die Zeit reif und Mittags sind wir dann losgelaufen, Richtung Vulkan. Die ‘Strasse’ fuehrt durch dichten Dschungel, an einigen Doerfern vorbei und nach ein paar Stunden erreichen wir dann den Eingang zum ‘Volcano national park’. Nun geht’s den Hang des Vulkans rauf und die Strasse, die vorher schon kaum als solche erkennbar war wird nochmal um einiges schlechter. Die Kinder werden netterweise von einem Pickup mitgenommen, waehrend Gui und ich die letzten paar Hundert Meter raufstapfen. Waehrenddessen immer wieder lautes Getoese und der Boden vibriert…. Die Untergrund ist aktiv !

After two hours of fast walking, we arrive at the entrnce to the volcano national parkThe last few hundered meters up the volcano, the kids hitch a rideThe end of the 'road' - at the slope of Mt. Yasurbeautiful little houses at the slope

Mt. Yasur war auf niedrigstem Aktivitaets-Level (1), dennoch war der Besuch atemberaubend. Die Naturgewalt beeindruckt: der Geruch, das Getoese, die gesamte Scenerie, die uns umgibt und natuerlich die Lava, die immer wieder durch die Luft fliegt. Wow. Aber genug gelabert. Geniesst die Bilder:

On the rim of the craterA first look into the craterFascinatedThe crater of Mt. Yasur

Everyone getting ready as the sun is settingGui on the edgeAs it gets darker, the activity becomes more visibleA 'blob' of basalt on the ground

Lavaimpressive show after darkExplosions and lava flying through the airA highlight of our long journey

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(English) Tanna ! Wow !!

Leider ist der Eintrag nur auf English verfügbar.

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